Brandbeschleuniger für Konflikte

Oder: Wie komme ich garantiert zu einem “spannenden” Gespräch.

Zwei gute Freund treffen sich in einem Lokal.  Einer der Gäste hat sich verspätet und trifft gehetzt ein. Nach der kurzen Begrüßung startet der Dialog.

A: “Du kommst immer  zu spät!”

B: “Immer stimmt ja gar nicht. Es war heute nur etwas hektisch.”

A: “Du bist so unpünktlich.”

A: “Ich kennen keinen, dem das so oft passiert wie dir.”

A: “Kaufe dir doch einen neuen Kalender, dann kannst du deine Termine besser koordinieren.”

Grenzverletzungen in der Kommunikation führen zu Reiz-Reaktionsmustern und letztendlich zu Konflikten. Je nach Historie der Beziehung können Verallgemeinerungen (immer, nie,…), Bewertungen (du bist so…), Vergleiche oder Belehrungen vom Gegenüber als Angriff wahrgenommen werden. Wenn diese Grenzverletzungen zum gleichen Thema öfter gesetzt werden, reicht oft schon eine Geste (Blick auf die Uhr) um den Konflikt wieder an zu heizen bzw. eskalieren zu lassen.

Deeskalierend wirken “Ich-Botschaften” in folgender Reihenfolge:

1: Wahrnehmung: Was nehme ich wahr. “Unser Termin war um xx.00 Uhr vereinbart. Jetzt ist es xx.30 Uhr.

2: Gefühle: Was fühle ich. “Ich bin so wütend. Ich fühle mich nicht respektiert!”

3: Bedürfnisse/Interesse: Was ist wichtig? “Mir ist wichtig, dass die Vereinbarungen halten.”

4: Die Lösung: Welche Lösung gibt es in dieser Situation als Wunsch/Erwartung formuliert. ” Ich wünsche mir, dass du mich anrufst, falls es später wird.”

Was wäre anderes, wenn einmal am Tag dieser Weg zu kommunizieren verwendet wird?